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Thread: приключения немцев в узбекистане (на немецком)

  1. #1
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    приключения немцев в узбекистане (на немецком)

    Aus meinem Reisetagebuch: Mit einem Wohnmobil durch Zentralasien

    Usbekistan

    19.05.03
    Wir fahren bei Dashouz (Turkmenistan) zur Grenze, sind also 100 km von der vorgeschriebenen Route abgewichen. Aber es ist kein Problem, die Turkmenen überraschend gut gelaunt (sonst ja eher finster), denn es gibt endlich mal Abwechslung : wir sind die einzigen, die da rüber wollen. Die Usbeken hätten SARS-Quarantäne, sagen sie, die würden uns nicht reinlassen.
    Mitsch fährt mit einem turkmenischen Zöllner rüber, um zu fragen, ausnahmsweise werden wir vorgelassen. Ein dicker Arzt mit Atemschutztuch vorm Mund erwartet uns auf der Terrasse des usbekischen Zollhauses. Die Soldaten haben ihre Tücher locker um den Hals hängen. Der Arzt schaut uns in den Rachen, schiebt ein Thermometer unter unsere Achseln : wir haben 40 Grad, alle lachen, ist vermutlich die Außentemperatur. Also nochmal kürzer messen, dann ist's ok. Die Autos werden nicht durchwühlt, sie schauen nur kurz rein. [Das Carnet de Passage wurde auch hier nicht verlangt.]


    Dicht besiedelte Gegend, kein einsamer Platz für die Nacht. Wir bleiben in der Kolchose Bostan bei Shavat hinter dem Gerippe eines ehemaligen FreilichtTheaters.

    20.05.03
    Vorm Frühstück erhalten wir Besuch vom finster blickenden, feisten Kolchose-Bonzen in seinem Wolga, am Steuer sein unterwürfiger Fahrer : Eine Szene wie aus einem Kustorika-Film. Er hantiert mit Funkgerät und Mobiltelefon und beides funktioniert nicht. Er habe die Polizei gerufen, gibt er zu verstehen, wir sollen warten, aber wir machen uns davon.


    Sengende, windstille Hitze über Khiva, ein Junge sitzt unter einem kaputten, schwarzen Regenschirm auf dem staubigen Parkplatz vor dem Stadttor und verkauft Sonnenblumenkerne auf einem Holzkarren. Innerhalb der Mauern nur alte Bauten : die komplette Restauration des islamischen Stadtkerns, ein Freilichtmuseum. Bis ins 19. Jh. war Khiva Sklavenmarkt, unter der Hand habe man noch 1920 welche kaufen können. Die Karawanen seien "barbaric cruelty and terrible journeys across deserts and steppes infested with wild tribesmen" (genau wie unsere) gewesen, sagt der "Lonely Planet" Central Asia (6/2000, S. 326). Alle Rucksacktouristen haben ihn (auch ich), doch leider ist er in vielen Details veraltet : z. B. gibt es in allen größeren Städten Geldautomaten, sogar mit der EC-Karte kann ich US-Dollar ziehen.


    21.05.03
    Stadtführung durch Khiva :
    Das Wort "Geldwäsche" stamme aus dieser Gegend. Aus Mangel an Papier und Metall habe es Geldscheine aus Seide gegeben, gewaschen behielten sie ihren Wert. Europäer, die die Anreise durch die Wüste überlebten, seien hier entweder verkauft oder geköpft worden, je nachdem, was mehr einbrachte, die Köpfe habe man aus Säcken auf den Marktplatz gekippt, der Khan habe auch für alte und kranke Exemplare gezahlt. Die Mongolen zerstörten die Stadt vollständig (das kommt davon!)!), nur die Moschee ließen sie stehen, weil sie darin ihre Pferde an den 213 Holzsäulen anbinden konnten. Der Innenhof des Khan-Palastes wäre eine passende Kulisse für Becketts "Endspiel". Auf der Bühne steht ein hölzerner Thronsessel mit Robe und Pelzkappe, ich setze mich drauf und ziehe die Sachen über : Ich, der Khan von Khivi.


    Rashit heißt der Besitzer des "Mirzoboshi-Hotels" (Bed & Breakfast mitten im alten Stadtkern) und ist schon mittags betrunken. Frau und Töchter bewirten 16 deutsche Rentner (morgens waren es noch 17, einer machte schlapp auf der Anreise durch die Wüste!), sie haben die Reise beim "Braunschweiger Wochenblatt" gebucht.
    Rashit labert fröhlich torkelnd mit roten Augen und braunen Zähmen. Ich sage laut in die Runde : "Guten Tag zusammen!" Die alte Dame neben mir genervt : "Jaja, guten Tag, guten Tag!" Scheinbar hält sie mich für einen weiteren Usbeken, der seinen einen deutschen Satz zum besten gibt.


    [Tipp: Man kann vor der westlichen Stadtmauer Khiva's campen.]


    24.05.03
    Im Delta des Amudarja, des "Unberechenbaren", der hin und wieder sein Flussbett wechselt und ganze Ortschaften wegspült. Früher mündete er ins Kaspische Meer, heute schafft er es nur noch selten bis zum Aralsee - zu viel "Aderlass" für die Baumwolle. Der Strom liegt breit und träge vor uns wie ein See. Zwischen Urgench und Beruni überqueren wir ihn auf einer Pontonbrücke, die aus etwa einem Dutzend aneinandergeketteten Schiffen besteht, von rostigen, ausgebeulten Stahlplatten bedeckt. Auf der anderen Seite machen wir Rast, das Ufer ist mit Schilf und Büschen bewachsen, ein paar Typen sitzen am Wasser, es ist sehr heiß. Ich lege mich aufs Bett, lasse alle Türen des Wohnmobils offen und bin wohl doch eingeschlafen, denn als ich wach werde fehlen Walkman, Kopfhörer und anderer Kleinkram.


    Boden und Grundwasser sind salzig; üble Gerüche undefinierbarer Herkunft wehen herum, auf den Feldern stehen Menschen in der Hitze und arbeiten. Einmal pro Monat wackelt die Erde.
    Bin froh, wieder in der Wüste zu sein (über die A380 Richtung Buchara), es ist noch heißer geworden, 50 Grad im Schatten, ich leide. Eine Unverschämtheit ist das : mitten im Mai!


    In der Nacht campen wir auf einer Anhöhe neben zwei rostigen Wasserpumpen, weiter Blick über den Amudarja und eine Machalla (Dorfgemeinde). Eine schwarze Wolkenwand mit Blitzen und Regenfahnen zieht auf über dem südlichen Horizont, der Wind heult, ein zotteliger Vogel sitzt allein auf einem Draht und piept. Es kommen ein paar Tropfen runter, aber es kühlt nicht ab.


    25.05.03 - Buchara
    Usbekische Männer sind wie ihre Autos meist in schlechtem Zustand : ausgebeulte Jogginghosen und braune Gummibadeschlappen. Sie sind wortkarg und schauen trübe. Die schlechte wirtschaftliche Lage des Landes sei Schuld daran. Die meisten sprechen drei Sprachen : Russisch, Usbek und Tadschik, für mich hört sich alles gleich an. Ein 11-jähriges Mädchen kann außerdem Englisch, Deutsch und Japanisch : "from the tourist", sie verkauft Mützen und Keramik.


    Mein Zimmer im Hotel "Fatima und Ibragim" hat nur ein winziges Fenster unter der Decke, heißes Wasser läuft durch die Heizung (zusätzlich zu den 50 Grad Außentemperatur), das Duschwasser hingegen bleibt kalt. In der ersten Nacht schlafe ich im Hof auf einem großen, eisernen Bettgestell (heißt "Tabshan", stehen auch in Restaurants, auf Gehwegen und in Parks, man schläft, isst und spielt Karten darauf). Unsere Autos stehen für 1000 Sum pro Nacht auf einem verschlossenen Hof, kein Auto bleibt nachts auf der Straße.


    [Tip: Man kann auch auf dem bewachten TIR-Parkplatz vor der Stadt campen, rechts aus Richtung Nukus.]

    Buchara passt besser zu seinen Männern als zu seinem Ruf : Buchara ist ein düsteres, staubiges Armenviertel mit ein paar schiefwinkligen, verstreut liegenden Medresen, Moscheen und einer verfallenen Zitadelle. Wie Pappkulissen sind sie in eine gänzlich unpassende Umgebung gestellt. Hinter jedem alten Bau stolpert man erneut über kaputte, dreckige Wege in enge Gassen mit erbärmlichen Behausungen.
    Das Zentrum nennt sich "Labi Hauz" ("around the pool", aber ich übersetze natürlich "Haus zum Labern") : ein kleiner, dunkler Tümpel, umgeben von ein paar knorrigen Maulbeerbäumen (deren Früchte die Gehwege bedecken), ein Café und ein Restaurant (mit Touri-Preisen : wir zahlen mindestens das Doppelte). Besser man bleibt im schattigen Hof des Hotels und schaut sich die alten Bauten im Reiseführer an, dort sind sie schöner als in Wirklichkeit.



    26.05.03
    Schönes Nachtlager kurz vor Samarkand zwischen zwei tiefen Gräben, in denen türkisfarbene Vögel nisten. Eine Ziegenherde zieht vorüber - sonst nur weites, leeres, grünes Land und Himmel und Wind um uns. Wir haben eine deutsche Studentin und Abduwachid (erster Diener Gottes und Deutschlehrer in Tashkent) mitgenommen. Während wir im Dunkeln über unserem Nachtmahl sitzen, schleicht ein Fuchs um die Autos - die beiden hören seinen Atem.




  2. #2
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    27.05.03, Samarkand
    Großer Basar in Samarkand : eine Frau verkauft ausschließlich Plastiktüten; ein bärtiger Mann mit Doppe [viereckige, traditionelle Stoffmütze] sitzt im Müll auf einem Anhänger und fördert Spaghetti zutage, die er an eine Frau verkauft; ein Zigeunermädchen in bunter islamischer Tracht trägt eine kleine Pfanne mit sich herum, in der etwas Schwarz-Gelbes brutzelt und qualmt (heißt Isirik und ist ein Universalheilmittel, man atmet den Rauch ein).




    Ein alter Mann in brauner Lederhaut wartet mit seinem rollenden Eisenkäfig auf Kunden, er ist ein Arawakäsch, ein Einkaufswagenfahrer; Monis heißt der Koch aus dem Restaurant, das eher eine große Garage ohne Tor ist; seine Küche besteht aus drei großen Schüsseln, in denen Suppe, Plov und Chonum (gefüllter Weißkohl) warm gehalten werden, draußen steigt weißer Rauch über Fleischspießen auf; ein Mann in bunter Fliegerkappe fährt ein knatterndes Dreirad mit Kofferaufbau, sieht aus wie aus einem Enki-Bilal-Comic; drei Jungs baden nackt in einem brackigen Tümpel und legen sich anschließend bäuchlings auf den sonnengewärmten Gehweg; ein Mann liegt wie tot am Boden, keinen kümmert es, später zieht ein Polizist seinen Kopf am Ohr hoch und lässt ihn zurück auf den Boden plumpsen; es gibt wieder Bananen (500 Sum pro Stück) und grünes Nasswei in transparenten Wurstpellen für 100 Sum, es stinkt wie der faulige Matsch in den Gräben zwischen Gehweg und Straße, es sei gut gegen Karies, sagt der Verkäufer; ein alter Mann in grauem Anzug sitzt auf einem winzigen Hocker und hütet vier Schafe, die den Grünstreifen zwischen Graben und Gehweg abgrasen. Ich leiste ich mir zwei Träger (6 bis 7 Jahre alt - Kinderarbeit!) für eine Plastiktüte voll Gemüse.

    Im Hotel Bahadir gibt's Computer, Internet und ein Gästebuch, aber kein Wasser auf dem Zimmer, dafür kostet die Nacht mit Frühstück nur 7 Dollar, und im Beet des Innenhofes lebt eine Schildkrötenfamilie. Besonders spannend ist der nächtliche Gang zum Pinkeln in den Keller : Neben dem Loch im Boden zischelt als einzige Lichtquelle ein Feuer, vermutlich die Warmwasseranlage, ich beschreibe das im Gästebuch.

    Vorausschauend hat man den Registan-Platz mit den 3 großen Medresen und den Basar in unmittelbare Nähe unseres Hotels gesetzt, so kann ich Müder mich dorthin schleppen. Es sind nur wenige Touristen zu sehen (aufgrund des Irak-Krieges), und diese wenigen suchen nach Märchen und Mythen : Marco Polo, Seidenstraße, 1001 Nacht :
    "Hallo, ja, guten Tag."
    "---"
    "Aus Holland? Aha. Und? Wie gefällt's Ihnen so hier?"
    "Ja, moi, heel moi, dit Registan-Plein, het is toch heel moi, of nit dan?"
    Ja, der RegistanPlatz ist wirklich schön. "Und schauen Sie sich auch Anderes an?"
    "Oh,ja, da waren wei al, op het joodse kerkhof achter de bazar en de Kosh-Hauz Mosque, heel moi!"
    Mich bekommen die weiter entfernten "WürdigKeiten" heute nicht zu "sehen", sowieso sind meine schönsten Plätze unsere Nachtlager draußen bei Wind, Füchsen, Zecken und Mücken.



    28.05.03, Tashkent
    Zwischen Samarkand und Tashkent wieder Bergketten am östlichen Horizont, von Turkmenistan an waren Sanddünen die höchsten Erhebungen. Ein Güterzug fährt parallel zur Straße - welch erstaunlicher Lärm! Ich nehme Bruce Hornsby von den Ohren und lausche andächtig dem Brüllen und Rattern.


    Abduwachid lotst uns durch die 2,5-Millionenstadt Tashkent : breite Alleen mit Bäumen, Parks und Springbrunnen, alles neu gestaltet nach dem Erdbeben von 1966. Wenig Verkehr, vollgequetschte Busse. Wir umrunden das Zentrum mit dem pathetischen Reiterstandbild des Timur Lenk, er grüßt mit ausgestreckter Rechten in Richtung des Präsidentenpalastes, wo der leukämiekranke Islam Karimov residiert.

    In der Dämmerung erreichen wir Karasú, eine Plattenbausiedlung am Stadtrand, Abdus Mutter Rosa begrüßt uns mit Abendessen : Chonum ("schöne Frau") und Moschktir (Reis mit Gemüse). Wir können die leerstehende Wohnung nebenan beziehen.
    Wir wollen unsere Sachen aus den Autos holen und finden Mitschs Landrover aufgebrochen : Alles, was nicht extra verschlossen war, ist weg. Ein Junge führt Mitsch auf den stockdunklen Spielplatz nebenan, wo einiges gefunden wird. Der Junge soll auch den Rest besorgen, wir wollen warten. So hocke ich also auf meinem Klappstuhl um Mitternacht zwischen diesen finsteren 5-stöckigen Sowjetbauten, rostigen Wellblechgaragen, Müllhaufen, Pfützen, aufgeplatzten Betonwegen, während Mitsch mit seiner Taschenlampe auf dem Spielplatz rumgeistert. Der Junge kommt nicht wieder, aber am nächsten Tag bringen die Mütter der Diebe nach und nach alles zurück



    30.05.03
    Ich beschließe, länger in Tashkent zu bleiben. Mitsch fährt weiter Richtung Kirgisien und Mongolei, wir wollen uns in Bishkek oder Almaty treffen. Ich bringe mein Auto zur Inspektion in die Mercedes-Benz-Niederlassung "Silkroad Star" (fähige Leute, freundlicher deutscher Chef).



    31.05.03
    Die russischen Plattenbausiedlungen sehen aus wie unsere "Asi-Viertel". Hier sind's aber Eigentumswohnungen, fast alle Usbeken wohnen so, auch wohlhabende Leute. Eine Wohnung kostet 3000 bis 6000 USD, meine ist rührend trist und kitschig : in der Vitrine sitzt eine dickbusige Wachspuppe im Bikini auf einer Strandliege und streift lüstern grinsend ihren Slip über die Knie; daneben an der Wand eine Madonna mit Kind aus braunem Plastik, einer Bronzeminiatur nachempfunden.


    Unten auf dem Hof, wo Mitschs Auto aufgebrochen wurde, ist Tag und Nacht Leben : Musik, Kindergeschrei, Hühnergackern, Vogelgezwitscher, Hämmern, Verkäufer, die die Namen ihrer Waren singen, Jungs, die dröhnend über die Dächer der Blechgaragen springen und von oben runterpissen. Aus dem Dach des Nachbarhauses quillt schwarzer Qualm und verpestet meine Zimmer, auf dem anderen Dach wird gearbeitet : sie kippen den Bauschutt aus Eimern nach unten, wo er vermutlich ewig liegen bleiben wird.


    01.06.03
    Sonntagabend, Jahrmarktstimmung in Karasú : die beiden Restaurants haben Hochbetrieb, Fleischspieße werden gegrillt, Brot und Getränke bringt man von zuhause mit, aus drei verschiedenen Richtungen kommt russische und englische Popmusik. Die Stühle sind extra unbequem geformt. Ein Mann trägt ein halbes Schwein durch die Stuhlreihen, nach einer halben Stunde kommt er mit einer Handvoll Eingeweiden zurück.
    Die meisten Gäste haben sich fein gemacht : junge Frauen in halbmeterlangen, spitzen Schnabelschuhen, die oben nur die Zehen bedecken und aussehen wie Krokodile. Die ländlichen Frauen erinnern mich mit ihrer bronzenen Haut, den Goldzähnen und bunten Trachten an Maya-Skulpturen.
    Auch die Kellnerin hat den halben Mund voller Goldzähne, sie stellt mir ihre 16-jährige Tochter vor, die gerade Englisch in der Schule lernt. Sie setzt sich zu mir, und wir unterhalten uns verlegen.
    Ein altes Ehepaar am Nebentisch : sie stochert dick und müde mit fettigem Haar in einer Kartoffelsuppe. Ein dicker, schwarzer Käfer fällt aus der Markise auf meinen Bauch; zwei schwarz-weiße Kühe und zwei Kälber werden über die Kreuzung geführt; kleine und große Busse nicken durch Schlaglöcher; Tische werden zusammengerückt für die große Familie; 1 Glas Pivo (Bier) kippt vom Nachbartisch;
    ... voll das Leben! Wie schön das ist, wenn man nicht mitmachen muss... mir kommen die Tränen - vom Grillqualm.


    Ich fahre mit einem alten russischen Bus in die Innenstadt (es gibt zwar auch neue Mercedes-Busse, aber die kenne ich ja), er ist gasbetrieben, der Motor wird hinten mit einer Kurbel angelassen. Blinker, Sitze, Scheiben, Räder - alles scheint gerade eben noch zusammen zu halten. Die Geschwindigkeit ist ganz ok, kaum langsamer als wir durch die Karakum-Wüste gefahren sind. Ein Ticket kostet 100 Sum (10 Cent), egal wie weit man mitfährt. Der Fahrer hört schwarzen Rap, das Stones-Logo klebt auf dem Rückspiegel, statt Hupe hat er eine Pfeife, die so klingt, wie Männer Frauen nachzupfeifen pflegen, die Bremse klingt wie das Einholen einer Ankerkette. Es riecht stickig, muffelig, obwohl alle Fenster offen sind. Das einzig Vertraute : die Leute sitzen und stehen genauso schweigend und trübsinnig herum wie daheim.
    Metrofahren kostet auch 100 Sum, man kriegt eine Plastikscheibe (wie für einen Einkaufswagen) und muss nur darauf achten, sie in den richtigen Schlitz zu stecken, sonst wird man von drei Eisenstangen gefangen genommen. Die Stationen sind prächtig, man kann sagen, die schönsten Plätze Tashkents befinden sich unter der Erde.


    Unterkünfte gibt es in Tashkent von 2,30 bis über 100 USD pro Nacht, Für längere Aufenthalte gibt es auch möblierte Appartements für ca. 100 Dollar Monatsmiete, incl. aller Nebenkosten, das Telefonieren innerhalb der Stadt ist frei.


  3. #3
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    04.06.03
    Vor Abduwachids Deutschklasse in der Fakultät für Deutsche Philologie, einen Stock über'm Goethe-Institut : ich unterhalte mich mit 12 jungen, hübschen Frauen und einem Mann mit langen Haaren (eine Seltenheit, tragen nur Künstler). Sie sprechen sehr gut Deutsch. Eine legt den Kopf auf die Tischplatte, als wolle sie schlafen (hölzerne Bänke, wie aus meiner Volksschulzeit). Ich rede mit den jungen Damen über Ortega y Gasetts Theorie der Liebe; eine lange Diskussion darüber, was wahre Liebe ist. Aber noch interessanter sind deutsche Schimpfwörter, ich schreibe sie an die Tafel und sie schreiben eifrig mit : Stinkstiefel, Arschgeige, Pissnelke, usw. Macht echt Spaß, hätte doch Prof werden sollen!


    Ich gehe mit Inge aus Berlin im Park spazieren, wir fahren Riesenrad, sie arbeitet im Goethe-Institut. Sie sagt, alle jungen, hübschen Usbekinnen wollen weg nach Europa oder USA, und sie sind sich ihres Wertes bewusst. Ein Bekannter habe eine heiraten wollen. Doch als ihm klar wurde, wieviel es ihn kosten würde (20 Tausend USD für die Hochzeit, Geschenke : Auto, Computer, nur vom Feinsten, usw.), habe er es gelassen. "Der Frauen Gunst ist nie umsunst."


    05.06.03
    Zum dritten Mal bin ich nun bestohlen worden : nachts vorm Hauseingang klaut mir einer die Geldbörse aus der Hose. Leider war meine Visa-Karte da drin. Ich fahre um 6 Uhr morgens in die Innenstadt, um nach Frankfurt zu telefonieren und sie sperren zu lassen, aber finde den Telefonladen nicht wieder. Eine junge Asiatin hilft mir, sie spricht sehr gut Englisch mit amerikanischem Akzent. Ich lade sie für den Abend zum Essen ein.



    08.06.03
    Usbekisches Camping am Stausee, dem "Tashkenter Meer" : Unter Bäumen am Wasser wird ein runder, eiserner Ofen herangeschleppt, Holzfeuer drunter, oben ein Wok drauf, mit Fleisch und Gemüse gefüllt, von Weißkohlblättern abgedeckt, erste Wodkaflaschen und Biere werden geleert, zwischendurch springt einer in den See, oder sie liegen auf dem Tabshan in Körperkontakt zusammen. Frauen und Sex sind bevorzugte Themen, in jedem Satz ein Schimpfwort, aus dem Wolga kommt usbekische Popmusik, Abdu übersetzt den Text : "Ich sitze im Knast, rauche Hanf, denke an mein Mädchen im schönen Ferganatal". Erst gegen 1 Uhr nachts ist der Gemüsetopf gar, Erlang, der Tartare, ist schon abgefüllt, wir schieben ihn an den Rand und setzen uns im Schneidersitz um die Teller, spachteln mit den Fingern, Erlang kommt hoch, beugt sich über den Rand des Tabshans und kotzt auf den Boden, alle lachen, Erlang schläft weiter. Diese Szene erinnert mich an die Ureinwohner auf Borneo, die durch den Boden ihrer Langhäuser kotzen und dann fröhlich weiter zechen.
    Morgens tragen sie einen zu Viert aus dem Pavillon. Nach einem Sprung in den See ist er erstaunlich rasch wieder fit, nimmt zum Frühstück eine halbe Tasse Wodka. Ist usbekisches Camping anders? : Saufen, fressen, Witze reißen - genau wie bei uns. Aber irgendwie...




    10.06.03
    Es gibt große, moderne Läden, auf denen "Supermarkt" steht, aber drinnen sind fast alle Regale leer, in einem sah ich zwei einsame Doppelpacks Zewa-Wisch&Weg zu 3000 Sum das Stück. Bei einem Durchschnittseinkommen von 15-20 Tausend Sum sind die beiden Küchenrollen, auf deutsche Verhältnisse übertragen, so viel wert wie eine Digitalkamera - der Kauf sollte also gut überlegt sein! Ich habe meine usbekischen Freunde gefragt, wie man von dem Lohn leben kann : "Iswraschönni", sagen sie, man müsse ein "pervertiertes Gehirn" haben, wenn man gut leben will : Tricks, Beziehungen und Nebenjobs. Natalie verdient als Lehrerin 15 USD, aber ihre Nebenjobs bringen 200 Dollar im Monat, und von 50 kann man einigermaßen leben.


    Tashkent wird vom 70 km entfernten Charvak-Stausee mit Wasser versorgt, und der Stausee vom Fluss Chirchik. Die Staatsgrenze umschließt den Chirchik wie ein Kondom nach Nord-Osten bis ins 4000 Meter hoch gelegene Quellgebiet, links Kasachstan, rechts Kirgisistan. Wenn die Staumauer bricht, sagt Abdu höhnisch, werde Tashkent in die Wüste gespült. Nur 10 Prozent der Wasservorräte werden als Trinkwasser genutzt, entsprechend verschwenderisch geht man damit um (nur die russischen TV-Sender rufen zum Wassersparen auf).
    Brot ist den Usbeken heilig, sie können es nicht wegschmeißen. Auf dem Weg zum Müllcontainer nimmt mir einer erschrocken die Plastiktüte mit grün-verschimmelten Krusten aus der Hand - keine Ahnung, was er damit macht.


    Auch Regen gilt als heilig, weil er so selten ist : immer dasselbe Wetter, es ändert sich nur insofern, als es jeden Tag ein bisschen wärmer wird. Jetzt ist es wie kurz vor einem Sommergewitter, aber es kommt keins; jede sanfte Brise ist buchstäblich ein Geschenk des Himmels. Ich gewöhne mich allmählich daran : der permanente Schweißfilm auf der Haut ist ganz angenehm, und ich kann - wie die Einheimischen - schon ohne Kappe und Sonnenbrille draußen rumlaufen. Usbekinnen benützen Sonnenschirme, die nicht anders sind als unsere Regenschirme, aber für den eigentlichen "Regenschirm" gibt es kein usbekisches Wort; wenn es mal regnet, sind alle froh und werden nass.


    11.06.03
    Mit Mutalib beim Geldwechseln auf dem Chorsu-Basar. Alle haben abgeraten, im Basar Geld zu tauschen, aber er wird ja wissen, was er tut, denke ich. Er geht auch zielstrebig durch das Gedränge auf zwei Typen zu. Wir gehen alle in einen Laden in den ersten Stock, kriegen drei dicke Bündel 200-Sum-Scheine zum Nachzählen, da kommt ein dritter Typ und redet mit ihnen. Ich sehe, wie Mutalib meine Dollar im linken Socken verschwinden lässt, setze mich abseits auf einen Toilettenvorleger und stopfe die Sum-Bündel in meine Tasche. Der dritte Mann redet lange und ernst auf Mutalib ein. Ich frage mich, was es so viel zu quasseln gibt über eine Tauschaktion von 60 Dollar? Dann kommt Mutalib aufgeregt zu mir und sagt, wir müssen abhauen, ich renne hinter ihm her. Draußen sagt er, das sei ein Polizist gewesen, und die anderen seien verhaftet worden. Wir gehen erstmal seelenruhig zurück in den Basar und kaufen was für die 60 Dollar Gewinn.


    Der 1000er Sum-Schein ist der größte und etwa einen Euro wert, der Schwarzmarktkurs ist nur wenig besser.

  4. #4
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    21.06.03
    Samstag und der längste Tag des Jahres. Auf dem Mirobod-Basar : drei Kuhköpfe ohne Hirn, die gerade verladen werden. Drei Typen in Zivil umringen mich, sie seien vom Zoll, wenn ich recht verstehe, wollen sie Papiere fürs Auto und meinen Pass sehen, auch sie in der üblichen Männer-Uniform : Kurzhaarschnitt, kurzärmeliges, einfarbiges Hemd, dunkle Stoffhose und schwarze Halbschuhe. Immerhin entschuldigt sich einer - ja, ich verzeihe ihnen.


    Deutschlehrer Rashid sagt, usbekische Frauen sähen aus wie Blumen, russische wie Nutten. Stimmt. Manchmal stockt mir der Atem, wenn mir eine auf der Straße begegnet. Eine trug einen ultrakurzen Minirock, eine durchsichtige Bluse und darunter einen knappen BH. Aber diese Mädchen sind keine Huren, die richtigen erkennt man am betont schlichten Outfit : Prostitution, Pornografie und vorehelicher Sex sind verboten. Daher ist die Stadt voll von schlicht gekleideten Damen ab etwa 15 Jahren. Und im Radio werden Usbekinnen vor Ausländern gewarnt, die ihnen die Ehe versprechen und sie dann als Sexsklavinnen benutzen.


    23.06.03


    Der 3-jährige Sarvat kommt heute Abend unters Messer, bis dahin wird gefeiert : Sunat Toje heißt das Beschneidungsfest. Im Innenhof um ein Gemüsebeet stehen Tische und Bänke und eine 2-Mann-Kapelle. Noch stolziert das Opfer ahnungslos in Königsrobe und -hut herum mit einem Plastikauto im Arm. Erst König sein und dann schneiden, das erinnert mich an den Brauch der Maya : Der Auserwählte lebte jahrelang mit den schönsten Mädchen in Saus und Braus, bis er auf einer Pyramide geopfert wurde. Frauen in langen, bunten Kleidern klatschen und kreischen beim Tanzen, Zuschauer drücken ihnen Geldscheine in die Hände. Ich halte eine kurze Ansprache übers Mikro, einer von Abdus Studenten übersetzt. Beim Tanzen kriege auch ich ein Bündel Sum-Scheine zugesteckt, die ich an meine zahlreichen Partnerinnen verteile.


    27.06.03
    In der Innenstadt gibt es keine Tankstellen, weil die hässlich aussehen und stinken, sagt man. Obendrein haben die meisten keinen Diesel, weil die LKW mit Gas fahren. Ich fahre 15 km raus zur einer staatlichen, ich zahle 180 Sum pro Liter (sonst 255 Sum, also 25 Cent).
    Manche kleinen Läden sind so erbärmlich, dass ich Magenweh kriege vor Mitleid (auch mit denen, die essen, was man da kaufen kann). Auch alte Straßenbahnen tun mir leid. Müde und hinfällig quälen sie sich im Schritt-Tempo über unebene Gleise und stöhnen : "Ischkannnitmä!" - "Ischwillnitmä!"
    Gestern sah ich eine Frau, die eine Mülltüte am Straßenrand ausleerte und den Haufen mit einem Feuerzeug anzündete.
    An Kreuzungen stehen meist zwei Polizisten mit roten Knüppeln, daher fahren alle sehr diszipliniert.
    In den Hauptstraßen, besonders an Bushaltestellen, sitzen Frauen und verkaufen Sachen, die alle in einen einzigen Schuhkarton passen würden (ein usbekischer Kiosk) : weiße Kugeln aus Ziegenmilch (Kurt oder Achselschweißkugeln genannt, Männer essen sie zum Bier), einzelne Zigaretten, Sonnenblumenkerne, Kaugummi, manchmal Nasswei...



    Frauen und Männer können stunden- vielleicht tagelang in einer Hockstellung ausharren : der Körper wird gewissermaßen eingeklappt wie ein Campingstuhl, der Hintern schwebt knapp über dem Boden, die Arme liegen nach vorn ausgestreckt auf den Knien. Das wird von Kind an praktiziert (ich hab's versucht, ich kippe jedesmal nach hinten weg). So sitzen sie draußen und warten auf den Bus, auf Freunde, in Fotopose, als Taxifahrer auf Kunden, die Verkäuferinnen im Basar...



    05.07.03
    Wenn ich mit meinem Auto durch die Stadt fahre, werde ich an jeder dritten Kreuzung von Polizisten angehalten; manche aus Neugier (Autos mit ausländischem Kennzeichen sind Exoten), andere wollen Geld - auch ohne Grund. Das läuft dann so ab : mein usbekischer Begleiter diskutiert, ich gebe dem Polizisten meinen Pass, schaue ihm streng in die Augen und frage ihn, ob er Ärger mit der Deutschen Botschaft kriegen will, da würde ich nämlich arbeiten (mein Begleiter übersetzt). Wenn der Bulle hartnäckig bleibt, hole ich Stift und Block raus (meist das Tagebuch) und verlange Namen und Dienstgrad, das funktioniert immer.



    15.07.03
    In der Nacht Sturm über Tashkent! Nach wochenlanger Windstille. Staub weht durch die dunklen Straßen wie bei Schneetreiben, kein Regen und die Bäume tanzen...


    Tagsüber fühlt es sich an wie in einem eingeschalteten Wäschetrockner ohne Gebläse, nur zwischen 4 und 5 Uhr morgens ist es fast angenehm, aber dann steht ihr erster Schein schon wieder über'm Horizont : die erbarmungslose Sonne!

    Beim Wechseln der Fahrspur einen alten Mosquitsch gerammt, nach deutschen Verkehrsregeln hat er Schuld. Mein usbekischer Begleiter ist Polizist und streitet mit dem Mosquitsch-Fahrer, ich erwarte einen günstigen Ausgang - aber ich muss 10.000 Sum bezahlen.

    Da es so billig ist, und die Polizisten so nervig, fahre ich nur noch Taxi; es gibt staatliche und private, der Preis ist Verhandlungssache (pro Stadtfahrt 30 bis 80 Cent). Ich stelle mich in Fahrtrichtung und strecke den Zeigefinger raus; selten stehe ich länger als zwei Minuten, meist warten während der Verhandlung um den Preis schon zwei andere Taxis dahinter, für den Fall, dass ich mit dem ersten nicht einig werde. Alle verlangen von mir erstmal Touri-Preise (denn Ausländer müssen reich sein), aber ich kenn mich ja aus inzwischen.

    Ich werde beim Einparken von Bachram angesprochen, er möchte mein Auto kaufen. Er ist TV-Moderator eines Ratespiels für junge Studenten, mit Namen "7x7" - Bachram steht dort ernst und steif wie ein Roboter und rasselt seinen Text runter, seine Partnerin lächelt immerhin schon mal. Mein Auto hätte ich ihm gern verkauft, aber der Zoll verlangt 6600 USD (fast doppelt so viel wie es wert ist), und der Beamte scheint der einzige Unbestechliche in ganz Usbekistan zu sein.


    21.07.03
    Die Usbeken essen viel Fleisch, das Nationalgericht ist Plov : eine Suppenschüssel mit gelbem Reis und Möhrenstreifen, bedeckt von fettigen Fleischstücken, alles schmeckt nach Öl. Von einer kleinen Portion ist man einen halben Tag satt, was mit dem Baumwollöl zu tun haben soll. Zweit-beliebtestes Gericht ist Shashlik, abends sind ganze Straßenabschnitte eingenebelt vom Qualm der Holzkohlengrills. Man kann wählen zwischen verschiedenen Fleischsorten, besondere Spezialität nur für Männer : Stierhoden. Sollen die Potenz steigern, ich hab's probiert, es sind helle Fleischstücke, zart und weich wie... naja, wie Hoden eben so sind, eine Wirkung konnte ich nicht feststellen.


    Das typische Gericht besteht aus Plov oder Shashlik, einem Teller Zwiebelringe, Brot und einer Kanne grünen Tees (von kalten Getränken quillt der Reis im Magen und macht Bauchweh), und kostet ca. 85 Cent.


    24.07.03
    Zwei Tage im Krankenhaus, Herzprobleme, dachte, ich müsse sterben. Sie messen meinen Blutdruck und knipsen Kabel an Füße und Brust. Ich kriege eine Infusion, und sofort geht's mir besser. Es war keine Herzattacke, sagt der Arzt, es käme vom ungewohnten Klima und dem Durchfall nach dem Plov : Dehydrierung. Ich kriege weitere Infusionen und zum Abendessen Plov!
    Am nächsten Morgen belegt der Amerikaner Frank das zweite Bett in meinem Zimmer; auch er dachte, er müsse sterben. Er kriegt die gleiche Therapie. Ich frage ihn, ob es nur Ausländern von Plov und Shashlik sterbenselend wird.
    "Usbeks", sagt er, "are able to eat a dead dog from the street and drink sewage water, and their hospitals are full of cockroaches." Er wird heute 39, die letzten Jahre war er an der Behringstraße, im Winter -50 Grad und kälter, den Blinddarm haben sie ihm ohne "pain killer" rausgenommen, da gebe es nicht mal Kakerlaken-Krankenhäuser.
    Er baut Camps für das US-Militär, seine Firma heißt freedom-service. Er liest mir aus seinem neuesten Auftrag für Afghanistan vor (ein paar Stellen lässt er allerdings aus : geheim!). Ich sage, hoffentlich kriegt er da keine toten Hunde zu essen, seine Auftraggeber hätten da ja viel kaputt gemacht.



  5. #5
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    Re: приключения немцев в узбекистане (на немецком)

    dasish fantastish....supa good
    You can either argue with me, or accept the fact that you're wrong...
    -somewhere from internet

  6. #6
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    Re: приключения немцев в узбекистане (на немецком)

    das ist aber eine klasse geschichte, immerhin interessant, dein eigenes land aus einem völlig anderen blickwinkel zu betrachten.

    aber meistens hat mich bestätigung der meinung überrascht, dass usbekische frauen wie blumen aussehen während russische wie nutten ... aber nicht alle.
    no offence

    es kommt mir so vor, als ob der deutsche jedes loch in usbekistan extra untersucht hätte...

    Stan
    Mening kimligimni bilmaydi hech kim.
    Men bir g'alatiman, men – alohida.
    Kiyiklar qonini keladi ichgim,
    Chayonni chaynagim kelar gohida.


    Wolfman

  7. #7
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    Re: приключения немцев в узбекистане (на немецком)

    mlia, kto nibud perevedite shto zdes napisano
    davayte vse nachnem zanimatsa copy pastem na vseh yazikah, kotoriy mi znayem, tureskiy, fransuz, cheh, ispan, portugal, japon,... mojet kto to esho i esperanto znayet

  8. #8
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    Re: приключения немцев в узбекистане (на немецком)

    es geht noch weiter :

    Rueckfahrt

    14.09.03
    Zurueck wieder ueber Buchara und Samarkand, in den selben Hotels geschlafen. Mache diesmal ein Foto vom Registan-Platz, mit dem Bus im Vordergrund, als Beweisfoto fuer den Reifenhaendler, der mir die 16"-Raeder besorgt hat


    Grenze Usbekistan : Ein einzelner Deutscher im Wohnmobil ist ein Exot; man hat Zeit und beschaeftigt sich genussvoll mit dem Alien. Das Auto kommt in eine Halle mit Grube, 3 Typen untersuchen jeden Zentimeter und finden verdaechtige Dinge : Zeitungen und 1 Buch in arabischer Schrift, unschoene Fotos von Usbekistan, 1 Diskette und 4 CD, ausserdem habe ich statt meiner 803 nur 72 USD angegeben. Das ganze belastende Material wird auf dem Schreibtisch des dicken Chefs ausgebreitet, und ich werde ernst aus vielen Augen unter Schirmmuetzen angestarrt. Keiner spricht Englisch. Ich gebe mich cool, werde kein breiberie (usbekisches Wort fuer Schmiergeld) anbieten. Einer hat irgendwo den Inhalt der Diskette ausgedruckt : es ist mein Foto als "Khan von Khivi" - siehe da, sie koennen lachen! Ich werde hinauf zum Computer gefuehrt, der kann Englisch, ich werde gefragt, warum ich so haessliche Fotos von Usbekistan gemacht habe (Frau wuehlt im Muell, gibt’s auch in Deutschland) : Ich sage: "Sowas gibt es nun mal in Usbekistan, was kann ich dafuer?" Nicht gerade originelle Antwort. Der oberste Chef sei unterwegs, um ueber mich zu entscheiden. "Will he kill me?" frage ich in den Computer. Nach etwa 5 Stunden Wartezeit wird entschieden : Die haesslichen Fotos (nicht die Negative!) und ein paar iranische Zeitungen werden beschlagnahmt, und die Deklaration ueber die USD wird neu geschrieben, ich soll 770 aufschreiben, was auch falsch ist, aber der Wahrheit schon naeher kommt.

  9. #9
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    Re: приключения немцев в узбекистане (на немецком)

    Nemis tilini biladiganlar hech bo'lmasa o'qib umumiy manosini aytib beringlar iltimos.
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    Re: приключения немцев в узбекистане (на немецком)

    Habe inzwischen 2 weitere Reisen durch Zentral-Asien und Usbekistan gemacht, 2006 und 2007. Kann leider keine Links posten, aber ihr findet Texte und Fotos in meiner homepage.
    Gruß
    Jürgen

  11. #11
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    Re: приключения немцев в узбекистане (на немецком)

    Asadbeeeeeeeeekkkkk!!!!!! Shamblesssssss!!!!! Yordam beringlar!!!!!!
    Last edited by Mr.Abdullah; 10-31-2008 at 05:07 AM.
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  12. #12
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    Re: приключения немцев в узбекистане (на немецком)

    Haaaa bular toza maza qilishibdi, bormagan joyi-yu, ko'rmagan narsalari qolmabdi.
    Ajab Majnun erurman, dasht ila sahrog'a sig'mamdur,
    Dilim daryoyi nurdur, mavj urub dunyog'a sig'mamdur.

  13. #13
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    Re: приключения немцев в узбекистане (на немецком)

    Quote Originally Posted by Mr.Abdullah View Post
    Asadbeeeeeeeeekkkkk!!!!!! Shamblesssssss!!!!! Yordam beringlar!!!!!!
    Mana bu sahifaga kiring, menimcha rasmlaridan qo'yishgan shekilli:

    http://www.hanskin.de/reisetagebuecher.html
    Ajab Majnun erurman, dasht ila sahrog'a sig'mamdur,
    Dilim daryoyi nurdur, mavj urub dunyog'a sig'mamdur.

  14. #14
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    Re: приключения немцев в узбекистане (на немецком)

    Quote Originally Posted by Samarkand View Post
    Mana bu sahifaga kiring, menimcha rasmlaridan qo'yishgan shekilli:

    http://www.hanskin.de/reisetagebuecher.html
    Ee bormisiz, haa tepada shuuuuuncha nimalarni yozishipti endi, bir qiziqdikda.
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  15. #15
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    Re: приключения немцев в узбекистане (на немецком)

    Ich verstehe kein Wort, aber vielen Dank für die Unterstützung! Ich kann nur ein Wort in Usbekisch: "Bobdemeile"
    Gruß
    Jürgen

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